Molinara

Molinara

Zufrieden in der Nebenrolle

Kennen Sie den weisslichen Film, der sich auf reifen Zwetschgen bildet? Das hat die Natur so eingerichtet, um die Früchte vor dem Austrocknen zu schützen. Dasselbe Phänomen beobachtet man bei der Molinara-Traube. Zum Zeitpunkt der Ernte sehen die roten Beeren aus, als seien sie mit Mehl bestäubt. Daher hat die Sorte ihren Namen: vom italienischen «mulino», auf Deutsch Mühle. Doch taucht die Molinara nur selten auf der Weinetikette auf. Die Traube ist der kleinste Bestandteil im Sortenmix des Amarone und Recioto, den Spezialitäten des norditalienischen Valpolicella. Auch im Bardolino, einem trockenen Roten vom Gardasee, mischt sie unauffällig mit.